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16. Jahrhundert Kalenderblatt

16.10.1541 | Camerarius kommt auf Empfehlung Melanchthons wieder nach Leipzig

An der Universität Leipzig studierten zu jeder Zeit Persönlichkeiten, die später einen regionalen, nationalen oder europäischen Bekanntheitsgrad besaßen oder die weltberühmt geworden sind. Nicht wenige von ihnen kamen als Hochschullehrer an die Stätte ihrer Ausbildung zurück. Camerarius kommt am 16.10.1541 auf Empfehlung Melanchthons als bedeutender Humanist wieder nach Leipzig ,.gubernator totius studii philosophici“.

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16. Jahrhundert Berühmte Gelehrte an der Universität poeta laureatus Reformation Schlaglicht

Johann Rhagius Aesticampianus nannte Leipziger Magister „schmutzige und ruhmlose Seelen ohne Bildung und Witz.“

Bei einer Abschiedsrede 1511 verschaffte Aesticampianus seinem Ärger über die Leipziger Magister mit einer formgewandten Rede Luft und bezeichnete sie bei dieser Gelegenheit unter anderem als „schmutzige und ruhmlose Seelen ohne Bildung und Witz.“ Die Universitätsversammlung, der alle Leipziger Magister angehörten, entzog ihm darauf die Universitätszugehörigkeit auf die Dauer von zehn Jahren.
In der Matrikel findet sich noch der später hinzugefügte strafverschärfende Zusatz „pridie quam moreretur“. Aesticampianus, dessen Schüler Caspar Borner Jahrzehnte danach für eine erhebliche Modernisierung und Reformierung der Leipziger Universitätsordnung sorgte, ging frohen Herzens von Leipzig nach Rom. Dort promovierte er zum Doktor der Theologie, lehrte anschließend in Paris und erhielt als 60jähriger noch eine Professur in Wittenberg angeboten. Im freundschaftlichen Verbund mit den Reformatoren um Martin Luther und Philipp Melanchthon konnte er an der Leucorea bis zu seinem Tod im Jahre 1520 erfolgreich und hochgeachtet wirken.

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16. Jahrhundert

Martin Luther 1483 -1546 | Leipziger Disputation am 27. Juni 1519 | Luther und Melanchthon 1909

Die Theologische Fakultät lehnte es ab, das Streitgespräch zwischen Johannes Eck, Andreas Karlstadt, Martin Luther und Philipp Melanchthon an der Universität durchzuführen. Der Bischof von Merseburg untersagte die Disputation. So kam es zu der für die Geschichte der Reformation so bedeutsamen Auseinandersetzung vom 27. Juni bis 15. Juli 1519, die erst nach Drängen des Landesherren Herzog Georg dem Bärtigen auf der Leipziger Pleissenburg – also nicht in den Räumen der Universität – stattfand.

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16. Jahrhundert poeta laureatus Reformation

Ulrich van Hutten 1488 – 1523, Zu seiner Immatrikulation im Jahre 1507

Im Jahre 1507, vor 510 Jahren, schrieb sich Ulrich von Hutten nach Studienaufenthalten in Köln, Erfurt und Frankfurt (Oder) an der Leipziger Universität ein. Der humanistische Publizist und Dichter empfing hier wohl wesentliche Impulse für seinen Beitrag zu den satirischen antiklerikalen und antifeudalen „Dunkelmännerbriefen“, denn für neun der Briefe im II. Teil ist Leipzig als Absendeort ausgewiesen.