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1409 chronik Universitätsgründung

Am 9. September 1409 erteilt Papst Alexander V. die Genehmigung zur Errichtung der Alma Mater Lipsiensis

Nach Prag (1348), Wien (1365), Heidelberg (1386), Köln (1388 bis 1789; 1919), Erfurt (1392 bis 1816); 1998/99) und Würzburg (1402 bis 1413; 1582) war Leipzig die siebte Universitätsgründung innerhalb der Grenzen des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Leipzig war die erste Universitätsstadt im Nordosten des Reiches. Leipzig, gut erreichbar an Handelsstraßen gelegen, mit bildungsfreudigen Bürgern, übernahm auch das Einzugsgebiet der Universität Prag, die durch den Auszug vieler Studenten und Professoren an Bedeutung verlor.

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1409 chronik Kalenderblatt Universitätsgeschichte Universitätsgründung

Feierliche Gründung der Universität Leipzig am 2. Dezember 1409

B ereits am Ende des 13. Jahrhunderts existierte in West- und Südeuropa eine blühende Hochschullandschaft. Mit der Gründung der Prager Universität durch den böhmischen und römisch-deutschen König Karl IV. zog 1348 der mitteleuropäische Raum nach. Reichlich 60 Jahre später war die Entwicklung in Prag Ausgangspunkt der Hochschulgründung in Leipzig.

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Universitätsgründung Universitätsstatuten

Die Statuten der Universität Leipzig

Bereits um 1200 schließen sich die Scholaren von Bologna zu einer universitas zusammen. Sie wählen einen Rektor aus ihrer Mitte, dessen Gerichtsbarkeit sie sich unterwerfen, sie berufen und besolden ihre Lehrer selbst und schreiben selbst gefasste Regeln in Statuten nieder. Wenige Jahre später gibt sich auch die Universität Paris ein eigenes Statut – dessen Paragraphen avancieren in der Folge zum Vorbild für andere europäische Universitäten. Die Statuten konstituierten eine geschworene Gemeinschaft, die sich im Mittelalter einer besonderen Autonomie und zahlreicher Privilegien erfreute. Der Weg zur Erlangung und tatsächlichen Ausformung der Gemeinschaftsrechte war indes mühsam und langwierig.