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16. Jahrhundert Berühmte Gelehrte an der Universität poeta laureatus Reformation Schlaglicht

Johann Rhagius Aesticampianus nannte Leipziger Magister „schmutzige und ruhmlose Seelen ohne Bildung und Witz.“

Bei einer Abschiedsrede 1511 verschaffte Aesticampianus seinem Ärger über die Leipziger Magister mit einer formgewandten Rede Luft und bezeichnete sie bei dieser Gelegenheit unter anderem als „schmutzige und ruhmlose Seelen ohne Bildung und Witz.“ Die Universitätsversammlung, der alle Leipziger Magister angehörten, entzog ihm darauf die Universitätszugehörigkeit auf die Dauer von zehn Jahren.
In der Matrikel findet sich noch der später hinzugefügte strafverschärfende Zusatz „pridie quam moreretur“. Aesticampianus, dessen Schüler Caspar Borner Jahrzehnte danach für eine erhebliche Modernisierung und Reformierung der Leipziger Universitätsordnung sorgte, ging frohen Herzens von Leipzig nach Rom. Dort promovierte er zum Doktor der Theologie, lehrte anschließend in Paris und erhielt als 60jähriger noch eine Professur in Wittenberg angeboten. Im freundschaftlichen Verbund mit den Reformatoren um Martin Luther und Philipp Melanchthon konnte er an der Leucorea bis zu seinem Tod im Jahre 1520 erfolgreich und hochgeachtet wirken.

12. August 1545 | Martin Luther predigt in der Paulinerkirche

Am 12. August 1545 predigt Reformator Martin Luther in der wieder hergestellten Paulinerkirche. Bei seinem letzten Aufenthalt in Leipzig weihte Luther die Kirche zur Universitätskirche „durch eine gewaltige Predigt, … unter Zulauf der ganzen Stadt“. Sonntagspredigen gab es keine, da wie es in den Akten heisst, „an den nötigen Geldmitteln mangelte, um die sonntäglichen Predigten fortzusetzen“. […]

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16. Jahrhundert

Martin Luther 1483 -1546 | Leipziger Disputation am 27. Juni 1519 | Luther und Melanchthon 1909

Die Theologische Fakultät lehnte es ab, das Streitgespräch zwischen Johannes Eck, Andreas Karlstadt, Martin Luther und Philipp Melanchthon an der Universität durchzuführen. Der Bischof von Merseburg untersagte die Disputation. So kam es zu der für die Geschichte der Reformation so bedeutsamen Auseinandersetzung vom 27. Juni bis 15. Juli 1519, die erst nach Drängen des Landesherren Herzog Georg dem Bärtigen auf der Leipziger Pleissenburg – also nicht in den Räumen der Universität – stattfand.